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Dienstag, 28. Juli 2020

# 118 - "Sternenland" - Mara (1983)

Nachdem es langsam spät wird und die Sonne bereits vor einiger Zeit untergegangen ist, wollte ich den Tag gern thematisch passend abschließen:



MARA
A: Sternenland (M: Joachim Heider / T: Norbert Hammerschmidt)
B: Stell' dir vor (M: Michael Langer Hauch / T: Michael Kunze)
Roland Kaiser
April 1983, Polydor, 810 963-7


Norbert Hammerschmidt, 1944 in Dortmund geboren, begann sich Anfang der 70er-Jahre als Texter einen Namen zu machen. Bekannte Titel von ihm sind beispielsweise "Was macht der Hund auf dem Sofa?" (Nighttrain, 1978), "Hey Josephine, leg' dich doch hin" (Bert Beel, 1978), "Captain Starlight" (Frank Zander, 1979), "Raus aus den Klamotten" (Benny, 1979), "Wenn die Peitsche knallt" (Sunday, 1979), "Du weinst um ihn" (Thomas Anders, 1980) sowie "Santa Maria" (1980), "Lieb' mich ein letztes Mal" (1981), "Dich zu lieben" (1981), "Manchmal möchte ich schon mit dir" (1982) und "Joana" (1984) für Roland Kaiser.

Mara wurde 1953 als Margarita Fnoucek in Wien geboren und wuchs im niederösterreichischen Himberg auf. Ihren Job als Bodenstewardess bei Austrian Airlines verlor sie, nachdem sie einem Gesangskollegen einen Gefallen tat, indem sie sein Übergepäck nicht berechnete.
Margarita bewarb sich beim Österreichischen Rundfunk und wurde eingeladen, 1974 an der "Show-Chance" teilzunehmen, einer österreichweit initiierten Casting-Show von ORF und Ö3, die bereits Talente wie Wilfried, Marianne Mendt, Heinrich Walcher, Waterloo & Robinson oder Peter Cornelius hervorgebracht hatte. Für diesen Bewerb schrieb sie den Titel "Fremde Liebe", eine Hommage an Oskar Werner, den sie sehr verehrte. Als die geplante Schallplattenproduktion nicht zustande kam, verließ sie Wien und ging nach München. 1976 wirkte sie bei der deutschsprachigen szenischen Erstaufführung des Bernstein-Musicals "Candide" in der Wiener Stadthalle mit.
1983 erhielt sie die Möglichkeit am Vorentscheid für den deutschen Beitrag beim Eurovision Song Contest teilzunehmen. "Sternenland" landete allerdings nur auf Rang 9. Nachdem ihr Ehemann ihre Karrierewünsche nicht unterstützte (und sie vor ein Ultimatum stellte), hängte sie die Musik an den Nagel. 
Nach dem Tod ihres Mannes fühlte sie sich zu alt für eine große Karriere als Sängerin. Als Quereinsteigerin ging sie 1997 in die PR- und Medienbranche. 2004 gründete sie die Schauspiel-Agentur "Actors & Talents, die sie auch heute noch erfolgreich betreibt.

Einem breiten Publikum müsste aber zumindest ihre Stimme bekannt vorkommen. Seit den 90er-Jahren ist sie eine gefragte Synchronsprecherin. So ist sie z. B. die Stimme der Luna in "Sailor Moon" (sie sang auch eine Vielzahl der Lieder in dieser Serie), Bonnie Swanson in "Family Guy", Linda in "Futurama" sowie zahlreichen Episoden der Simpsons.


Jetzt aber zu diesem galaktischen Titel, der immerhin thematisch gut zu ihrer späteren "Zeichentrick-Karriere" passt ;)

Bin ich nur ein Traum?
Und gar nicht wirklich da?
Schließ' deine Augen
Dann werd' ich bei dir sein

Bist du auf Empfang
Dann erzähl' ich dir
Von einem Land im fernen All
Wohin ich dich entführ'

Fühlst du dich allein?
Gib' mir deine Hand
Und halt' dich fest
Ich bring dich fort
Du wirst strahlend helle Sterne seh'n
Die niemals untergeh'n

In meinem Sternenland
Fernen Land
Wirst du nie mehr einsam sein
Komm mit mir 
Diese Tür
Führt ins Paradies hinein

Das Land, das Liebe heißt, so fern und nah
Mein Sternenland macht dir ein Märchen wahr

Viele Jahre lang
Seh' ich dir schon zu
Wie viel von euch
Auf eurem Stern
Sind einsam so wie du?

Wenn du träumen kannst
Wirst du mit mir geh'n
Lichtjahre weit
Durch Galaxien
Und mit mir all die Wunder seh'n
Die nur bei uns gescheh'n

Refrain




Liebenswerter kann eine Entführung von Außerirdischen gar nicht klingen, oder? Bekommt man da nicht auch Lust auf einen Road Trip auf der Milchstraße mit anschließendem Chill-out in den Jupiter-Ringen? Was, nicht? Okay zugegeben, die Outfits sehen nicht wirklich spacig aus. Wirken eher wie Jogginganzüge, Overalls und Onesies, die mit ein paar Sternen beklebt wurden. Allerdings sind solche Outfits heute der letzte Schrei. Selbst Dauerwellen kommen wieder! Ich wette, Mara würde heute mit dem Outfit beim Vorentscheid für den ESC mindestens eine genauso gute Figur machen wie damals. 
Definitiv Pluspunkte gibt es für das tolle Arrangement, die Streicher hauen richtig rein, hier hat man neben thematisch-passenden Synthisizern glücklicherweise auch auf "solide und echte" Töne gesetzt ;)

Viel Spaß auf der Tour durchs Sternenland!

Freitag, 3. Juli 2020

# 107 - "Willst du mich?" - Jane Palmer (1976)

Könnt ihr euch noch an die legendäre ORF-Tiersendung "Wer will mich?" erinnern, in der Edith Klinger von 1981 bis 1999 Haustiere vermittelte? Nein, darüber geht es heute nicht! Naja ... eigentlich schon ... ein bisschen zumindest ... aber doch irgendwie ... anders.

Für alle, die die Sendung nie gesehen haben, hier ein kleiner Ausschnitt zum belustigenden Start ins Wochenende:




Und das hier ist tatsächlich keine Parodie, sondern ein etwas "entglittener" Auftritt bei dem "echten Willkommen Österreich" ;)





Nun aber zurück zum eigentlichen Thema, dem heutigen Song:




JANE PALMER
A: Willst du mich? [Low down Love] (M: Joachim Heider / dt. T: Fred Jay)
B: Komm wieder (M: Joachim Heider / T: Fred Jay)

1976, EMI, C006 31 642
produziert von Joachim Heider


Den Texter Joachim Heider, der zu Beginn seiner Karriere noch selbst großtenteils vor dem Mikrofon (unter dem Künstlernamen "Alfie Khan") stand, war bald für zahlreiche Hits von SängerInnen wie Christian Anders oder Marianne Rosenberg verantwortlich.

Mitte der 70er-Jahre wurde er auf die Sängerin Jane Palmer aufmerksam, die - wie ihr Name bereits verspricht - aus Köln kommt. Ihre Debütsingle "Willst du mich?" (wird auch als "Low down Love" in englischer Sprache veröffentlicht) kommt 1976 auf den Markt. Es folgen Deutschlandtourneen und zahlreiche Auftritte. 1981 wird sie Mitglied bei Wolf Maahn und die Deserteure. Als gefragte Studio- und Backgroundsängerin war sie an zahlreichen internationalen Produktionen beteiligt. So stand sie auch gemeinsam mit Joe Cocker oder den Scorpions auf der Bühne. Zwischen 1976 und 1987 veröffentlichte sie neun Solosingles. Sie ist auch heute noch musikalisch aktiv.

Hier nun ein Auszug aus dem Song:

Willst du mich?
Ich frag' dich: Willst du mich?
So wie ich
Ich frag' dich: Willst du mich?

Willst du mich?
Denkst du über uns wie ich?
Willst du mich?
Ich frag' dich: Willst du mich?



Es tut mir leid. Viel mehr habe ich beim besten Willen nicht verstanden. Live-Auftritte sind schwierig, das ist mir klar, aber so vernuschelt wie der ganze Text hier dargeboten wird, hat man echt kaum eine Chance auch nur ansatzweise die (möglicherweise) großartigen Worte von Fred Jay zu verstehen. Mir ist es leider nicht gelungen. 
Wenn jemand von euch in der Lage ist, zumindest einen zusammenhängenden Satz zu verstehen, dann freue ich mich über entsprechende Rückmeldung!




... und ich wiederhole nochmals: Jane Palmer ist keine Amerikanerin. Sie stammt aus Köln und heißt bürgerlich vermutlich Gabi Schmidt oder Renate Kamellenfänger. Die Stimme ist gut und es war sicher sinnvoll sich auf den englischen Markt sowie den Rockbereich verstärkt zu konzentrieren.
Ihr Auftritt ist auf jeden Fall auch besonders. Der weiße Overall, der aussieht, als wäre er aus Kunstleder, war vielleicht auch nicht die allerbeste Wahl. Die Falten, die er an manchen Stellen wirft, sind nicht gerade vorteilhaft. Zudem habe ich das Gefühl, dass sie ein bisschen zu viel "Catwalk-Training" gemacht hat. Ihre "Moves" irritieren mich ein bisschen und ich mache mir ehrlich gesagt ein wenig Sorgen um ihre Kniescheiben und das Hüftgelenk. Ein Jahr später veröffentlichte sie einen Titel namens "Keiner war wie du" (der wie eine Mischung aus drei Marianne-Rosenberg-Titeln klingt) und ich würde gerne korrigieren: "Keine war wie du!".
Jane Palmer ist im deutschen Musikgeschäft der 70er-Jahre definitiv besonders, schon allein dadurch, dass sie eine der wenigen deutschsprachigen Sängerinnen ist, die in dieser Zeit auch (ganz ordentliche) englische Titel singen dürfen ...

Zum Einstieg ins Wochenende biete ich daher noch die englische Version des Titels an, die definitiv mehr von ihrem Können unter Beweis stellt! :)


Sonntag, 28. Juni 2020

# 100 - Musical "Fäustling" - Wolfgang Ambros & Joesi Prokopetz (1973)

Endlich ist es soweit: Der 100. Blog-Eintrag ist tatsächlich online! Ich muss ehrlich sein. Zu Beginn der Corona-Entwicklung hätte ich gedacht, dass es sich dabei tatsächlich nur um eine kurze und vorübergehende Maßnahme handeln wird. Das mein Leben auch noch 3,5 Monate nach dem Lockdown alles andere als "Normalität" erreicht hat, hätte ich nicht erwartet. Dennoch fühle ich mich in vielerlei Hinsicht "reicher" als zuvor - in Bezug auf Freundschaften, Zeit und neuer Erkenntnisse, die ich mir in den letzten Wochen und Monate machen konnte.

Für den Jubiläumsbeitrag habe ich ganz tief in meine Trickkiste gegriffen und etwas ausgegraben, das vermutlich die wenigsten kennen: Ein Musical von Wolfgang Ambros. Okay, jetzt werden einige sagen: "Ge bitte, hör mir auf mit diesem 'Watzmann'!" - was ich durchaus verstehen kann. Allerdings handelt es sich bei diesem künstlerischen "Frühwerk" um ein anderes. Nämlich den "Fäustling", eine Wiener Adaption von Goethes "Faust".


Musical "Fäustling"
Musik und musikalische Leitung: Wolfgang Ambros
Text und Regie: Josef "Joesi" Prokopetz
Arrangements: Christian Kolonovits

Uraufführung am 19. Mai 1973 im Rahmen der Wiener Festwochen

Cast:
Heinrich Fäustling, Beamter - Alexander Wächter (* 1948)
Teufel - Wolfgang Ambros
Grete, Sekretärin - Elga Weinberger (* 1948)
Erdgeist - Uzzi Förster (1930-1955)
Frau Smeditschek, Friseurin - Angelica Schütz

sowie Michael Fischa, Agota Littasy, Ingrid Nowara, Eduard Schmiege, Lisa Ungar und die "Milestones"


Die musikalische Karriere des 1952 geborenen Wolfgang Ambros begann gleich mit einem Hit. 1971 schlug "Da Hofa" (geschrieben von Joesi Prokopetz) wie eine Bombe ein und landete sofort auf Platz der Ö3-Hitparade, an deren Spitze er sich acht Wochen hielt. Ambros, der zuvor eine Lehre zum Siebdrucker machte, veröffentlichte kurz darauf sein erstes Album. Mit den Nachfolgetiteln konnte er aber nicht an seinen ersten großen Erfolg anknüpfen. Für Aufregung sorgte 1973 der Titel "Tagwache", der sich gegen das österreichische Bundesheer und den damaligen Verteidigungsminister Lütgendorf richtete. Das Lied wurde daraufhin vom ORF boykottiert. Nach dem "Fäustling" entwickelte Ambros gemeinsam mit Joesi Prokopetz und Manfred Tauchen 1974 das Konzeptalbum "Der Watzmann ruft", das nach wie vor regelmäßig aufgeführt wird.
Seinen nächsten Nummer-1-Hit landete Ambros erst 1975 mit "Zwickt's mi". Weitere Hits sind "Es lebe der Zentralfriedhof" und "Schifoan". 1997 formierte er sich mit Rainhard Fendrich und Georg Danzer zu "Austria 3", die bis zu Danzers Tod regelmäßig gemeinsam auftrat. Ambros ist bis heute musikalisch aktiv.

Josef "Joesi" Prokopetz, ebenfalls 1952 geboren, begann 1969 erste Texte zu schreiben. Neben bereits angeführten Titeln stammen auch "Du bist wia de Wintasunn", "Baba und foi net" und "Die Blume aus dem Gemeindebau" aus seiner Feder. Große Erfolge feierte er in den 80er-Jahren als Mitglied und Songwriter der NDW-Gruppe "DÖF" (mit Manfred Tauchen sowie Annette und Inga Humpe). In diesem Zusammenhang seien vor allem ihre Hits "Codo" und "Taxi" zu nennen. Auch als Solist schaffte es Prokopetz mit "Sind Sie Single?" zu einem Nummer-1-Hit.



Mit einer Umwandlung von Goethes Faust zum wienerischen Dialektstück "Fäustling" entstaubten Ambros und Prokopetz nicht nur die Wiener Festwochen, sondern auch die österreichische Popkultur. Über die Produktion und Neo-Regisseur Prokopetz wurde vielfach medial berichtet. Die Süddeutsche Zeitung äußerte sich darüber beispielsweise: "Aus den Regiefehlern des Prokopetz könnten Generationen von Reinhard-Seminaristen etwas lernen."

"Die Handlung orientiert sich am großen Vorbild. So wie Heinrich Faust immer mit der Wissenschaft unzufrieden war, ist Heinrich Fäustling mit seinem Beamtentum unglücklich und sehnt sich nach dem Ausstieg aus der gutbürgerlichen Welt. Am Ende des Stücks gibt sich Fäustling dem Haschisch und sexuellen Orgien hin und tritt somit 'in die Welt der Hippies und Gammler' ein, so Prokopetz. Fäustling fühlt sich, befreit von den Zwängen des Alltags, erstmals als Mensch und zitiert die Kernbotschaft des Stückes: 'A Mensch und menschlich muass ma sei!'." (Kronen Zeitung, 12. November 2012)

Am 23. September 1973 strahlt der ORF die, von Peter Rapp moderierte, Jugendsendung "Spotlight" aus, in der Ausschnitte aus dem Musical gezeigt werden. Ein wahrlich beeindruckendes Zeitdokument!

(beim Video kommt eine Fehlermeldung - wenn ihr "auf YouTube ansehen" anklickt, könnt ihr es sehen)


- 0:40-2:45: "I bin da Teifl" (Wolfgang Ambros als Teufel und Alexander Wächter als Fäustling)
- 2:46-5:17: Interview Peter Rapp mit Wolfgang Ambros und Joesi Prokopetz
- 5:18-8:44: "Heat's es mi, es Dämonen" (Alexander Wächter als Fäustling und Uzzi Förster als Erdgeist)
- 9:17-11:50: "Halb acht" (Alexander Wächter als Fäustling und Elga Weinberger als Grete)

Elga Weinberger wurde bald darauf zu Österreichs bekanntester "Fernsehtante" im Kinderformat "Am dam des", während Alexander Wächter vor allem als "Nudlaug" in der Fernsehserie "Ein echter Wiener geht nicht unter" Bekanntheit erlangte.

Mein persönliches Highlight ist definitiv die Szene zwischen Fäustling und Grete im feinsten Wienerisch. Kein Wunder, dass Grete "diesem Charme" (trotz Lebensabschnittsgefährten) über kurz oder lang nicht entziehen kann. 

Literarisch hat sich Prokopetz als Songwriter später deutlich gesteigert. Dennoch präsentiere ich euch hier noch ein paar der "Hits" aus dem Fäustling-Musical ;)

"A Kopf ohne Hoor" (Angelica Schütz)


"Es is jo net, doss ma red" (Ensemble)


"Die Zeit" (Ensemble)



"Unmoralisch" (Wolfgang Ambros)


Und mein persönliches absolutes Highlight:

"Wia a Schreibmaschin" (Elga Weinberger)
in dem Grete ihren "harten" Arbeitsalltag beschreibt ;)



Die Doppel-LP, die 1973 bei Atom erschien, wurde 2012 - anlässlich des 60. Geburtstags von Wolfgang Ambros - als Doppel-CD-Album wiederveröffentlicht.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem 100. Post (und den 99 davor) eine kleine Freude bereiten und ihr habt daran mindestens genauso viel Spaß gehabt wie ich! ;) Schauen wir mal, was die Zeit so bringt und ob wir uns in hundert Tagen beim 200. Post wiedersehen. Ich werde auf jeden Fall weitermachen und hoffe, dass ihr mir gewogen bleibt und wieder einmal vorbei schaut! :)

Sonntag, 21. Juni 2020

# 94 - "Laylalou" - Uschi Glas (1970)

So viel "Männlichkeit" braucht nun wieder einen sanften Gegenpart. Und etwas Sanfteres als das gibt es kaum ...

NACHTRAG FÜR SAMSTAG





USCHI GLAS
A: Wenn dein Herz brennt [Love grows - Edison Lighthouse] (M: Tony Macauly & Barry Mason / dt. T: Hans-Ulrich Weigel)
B: Laylalou (M: Giorgio Moroder / T: Michael Kunze)

1970, Ariola, 14 546 AT
produziert von Giorgio Moroder


Da Textautor Michael Kunze bereits öfters hier vertreten war, kann ich mich heute ganz entspannt auf die liebe Uschi konzentrieren.

Uschi Glas wurde 1944 als Helga Ursula Glas in Landau an der Isar geboren. Nach der mittleren Reife arbeitete sie als Buchhalterin, ehe sie ab 1964 in München als Sekretärin einer Anwaltskanzlei und in einem Fuhrunternehmen.
Beim Empfang zur Premiere eines Filmes machte sie gegenüber dem Produzenten kritische Bemerkungen. Dieser zeigte Interesse an ihr und engagierte sie in einer kleinen Rolle für den Film "Der unheimliche Mönch" (1965). Sie überzeugte, nahm daraufhin Schauspielunterricht und erhielt bald größere Rollen, wie 1966 in der Karl-May-Verfilmung "Winnetou und das Halbblut Apanatschi" - in diesem Film wurde sie allerdings synchronisiert. Allgemeine Bekanntheit erlangte sie Ende der 60er-Jahre durch die Filme "Zur Sache, Schätzchen" und der "Penne"-Filmreihe "Die Lümmel von der ersten Bank". 1969 gab sie ihr Theaterdebüt in Düsseldorf. Zeitgleich versuchte sie sich auch als Schlagersängerin und veröffentlichte bis 1974 acht Singles. Mit dem Album "Uschi Glas singt die schönsten Weihnachtslieder" erreichte sie im Dezember 2002 #45 der deutschen Charts.
Ab Mitte der 70er-Jahre war sie auch vermehrt in TV-Serien wie z. B. "Derrick", "Das Traumschiff", "Zwei Münchner in Hamburg", "Ein Schloss am Wörthersee", "Sylvia - Eine Klasse für sich" oder "Zwei am großen See" zu sehen. Größere Beachtung erhielt sie auch durch ihre Rolle in den drei Teilen von "Fack ju Göhte". Uschi Glas steht bis heute regelmäßig vor der Kamera.

Anfang der 2000er-Jahre geriet Uschi Glas aufgrund einer von ihr, über einen Homeshopping-Sender, vermarkteten Kosmetikserie in die Schlagzeilen, da die Produkte zu Hautreizungen führten und Stiftung Warentest von einer Anwendung abriet.

Aber Uschi genügte es nicht, bloß lasziv in die Kamera zu blicken, nein, sie sang auch mit voller Inbrunst ... oder so.

In der kleinen Discothek
Hab' ich mich in dich verliebt
Bei dem ersten Tanz mit dir
Spielten sie mein Lieblingslied
Das ging


Laylalou
Baby Blue
Laylalou
I love you

Dann traf ich dich jeden Tag
Und mein schönster Traum begann
Immer wenn du bei mir warst
Hörten wir die Platte an

Refrain

Immer wenn ich dich nicht seh'
Schreib' ich einem Discjockey
Und im Rundfunk hörst du dann
Was ich dir nicht sagen kann

Refrain

Gibt es zwischen uns mal Streit
Dauert es bestimmt nicht lang
Denn ich weiß ja ganz genau
Was uns gleich versöhnen kann

Wiederholung

Refrain




Das war sie: Uschis Ode an den Rundfunkbeitrag. Die GIS/GEZ würde sich freuen, wenn ihnen heute jemand noch ein Ständchen spielen würde.
Ein Sonderpluspunkt für Texautor Kunze für den Reim "dich nicht seh - Discjockey". Das ist definitiv nobelpreisverdächtig (oder so).
So kann es einem gehen als armes junges Mädchen. Da geht man nichts Böses ahnend in die nächste Dorfdisco und begegnet dort ausgerecht seiner großen Liebe und dann läuft dabei auch noch so ein geiler Schmusesong. Wenn diese Liebe nicht unter einem guten Stern steht, dann weiß ich auch nicht weiter. Der Refrain erfüllt zumindest den Zweck, dass er auch mit 17 Promille noch fehlerfrei mitgelallt werden kann.
Die Radiostationen sind allerdings nicht zu beneiden. Jetzt trifft sich Uschi zwar tagtäglich mit Mr. Right, aber das ist Fräulein Nimmersatt augenscheinlich nicht genug. In den wenigen Pausen, die er nicht bei ihr sein kann, vermutlich um einer Arbeit nachzugehen oder seine Notdurft zu verrichten (ich hoffe nicht, im örtlichen Gerichtssaal! - wir erinnern uns), plagen sie solche Liebeskummerleiden, dass sämtliche Plattenaufleger bis zum Abwinken dieses Lied für sie spielen sollen. Ich könnte wirklich gut nachvollziehen, wenn der arme Tropf eines Tages vom Zigarettenholen nicht mehr zurückkehren würde und in ein fernes Land auswandert, wo dieser Song oder noch besser - Musik im Allgemeinen - vollkommen unbekannt sind.

Mittwoch, 17. Juni 2020

# 91 - "Lied über den Terroristen Karl-Heinz Pawla" - Elke & Alexander (1969)

Obskures und Skurriles steht im Untertitel meines Blogs (Schauriges habe ich heute ausnahmsweise ausgeklammert) und damit will ich keinesfalls geizen :P 

Der heutige Song thematisiert definitiv - in vielerlei Hinsicht - eine ziemliche Scheißsituation!




ELKE & ALEXANDER
Lied über den Terroristen Karl-Heinz Pawla (M: Peter-Alexander Kugler & Elke Nicolaisen-Gerstenberg / T: Volker von Törne)

erschien auf folgenden Tonträgern:

1969 EP "Nachrichten aus Berlin" (Wagenbachs Quartplatte 5, Verlag Klaus Wagenbach)
1969 LP "Steve Club Berlin" (Thorofon)
2006 CD "100 Jahre Kabarett - 1955-1970" (Bear Family Records)




Das Duo Elke & Alexander, alias Elke Nicolaisen-Gerstenberg (* 1944) und Peter-Alexander Kugler-Righetti (1944-1988), habe ich euch bereits vor längerer Zeit mit einem anderen Titel in Post #26 vorgestellt. Dort sind auch weitere biographische Informationen über die beiden zu finden.

"Sein Leben war voller Arbeit für eine bessere Welt, eine Welt ohne Krieg, in der Menschen in Frieden ihr Brot essen, ihren Wein trinken können. Brot und Wein: sie sind Törne-Symbole der Freundschaft, der Hoffnung und der Freude. Er war überzeugt, dass politische Konfrontationen heute nicht zu todbringenden Fronten führen müssen, sondern in lebensbewahrenden Verhandlungen ausgetragen werden können." (Planetlyrik.de, 2015)
Der Text des heute vorgestellten Liedes basiert auf einem Gedicht des Schriftstellers Volker von Törne (1934-1980). Von 1963 bis zu seinem Tod während einer Vortragsreise war er Geschäftsführer der Aktion Sühnezeichen.
Der Sohn eines SS-Standartenführers trug schwer daran, in der Zeit des Faschismus aufgewachsen zu sein und - obwohl schuldlos - fühlte er sich mit dieser Zeit der Verbrechen verstrickt. 
Nach der Schule studierte er zunächst Pädagogik in Braunschweig und nahm später das Kombistudium Politik/Wirtschaft/Arbeit in Wilhelmshaven auf. Ende der 50er-Jahre arbeitete er drei Jahre lang als Steinhauer sowie Hoch- und Tiefbauarbeiter.
Ab 1962 lebte er in Berlin, wo er zunächst als Redakteur und Mitarbeiter der Zeitschrift Alternative tätig war, ehe er 1963 Geschäftsführer der Aktion Sühnezeichen wurde. In dieser Funktion setzte er sich im Rahmen zahlreicher Vortragsreisen für Aussöhnung, Verständigung und Frieden einsetzte.
Er starb am 30. Dezember 1980 während einer Vortragsreise in Münster an einer Gehirnblutung.

Sein literarisches Werk besteht großteils aus engagierter Lyrik, nicht selten auch Sonetten, womit er eine große Kunstfertigkeit offenbart. Obwohl sich der Autor vom Literaturbetrieb weitgehend fernhielt, fand sein Werk sowohl in Deutschland als auch im Ausland großen Anklang.

Nun aber zu diesem besonderen Titel:

Hört die Schandtat von dem frechen
Karl-Heinz Pawla aus Berlin:
Dieser schwarze Sohn von Tschechen
Ohne Zucht und Disziplin,
Lange Haare, ungewaschen,
Und die Hände in den Taschen,
Trat er vor das Landgericht
Als ein schlimmer Bösewicht

Finster stand der Lichtesscheue
In Justizias heil'gem Haus
Ohne Demut, ohne Reue
Und zog sich die Schuhe aus
Alle Bürger war'n erschrocken
Als er dastand in den Socken
Und er grinste ins Gesicht
Den hohen Herr'n vom Landgericht

Schließlich trieb er's immer bunter
Ohne Zucht und ohne Scham
Er ließ seine Hosen runter
Weil ihm ein Bedürfnis kam
In Justizias heil'gen Hallen
Ließ er hinter sich was fallen
Mitten in das Landgericht
Sowas tut ein Deutscher nicht!

Das ging den Richtern an die Ehre
Ihre Würde war beschmutzt
Des Gesetzes ganze Schwere
Haben sie darob benutzt
Und den Strolch ins Loch geschmissen
Weil er auf's Gericht geschissen
Und so siegten Zucht und Pflicht
Vorm Berliner Landgericht

Die Moral von der Geschichte:
Kommt dich ein Bedürfnis an
Vorm Berliner Landgerichte
Lass nichts fallen, deutscher Mann!
Mach dich lieber in die Hose
Statt wie jener sittenlose
Terrorist und Bösewicht
zu scheißen auf das Landgericht!
Sowas tut ein Deutscher nicht
Deutscher Mann - sauberer Mann
Ein Deutscher tut das nicht!



Ja, das ist ja mal eine Scheißgeschichte - im wahrsten Sinn des Wortes ;) Und sie hat sich tatsächlich wirklich so zugetragen!

Nach kurzem Recherchen habe ich tatsächlich noch zwei authentische (und vermutlich seriöse) Berichte aus der Zeit des Geschehens gefunden:



"Karl-Heinz Pawla, 24. (West-)Berliner Kommunarde, muss wegen eigenwilliger Demonstration in einem Moabiter Gerichtssaal zehn Monate einsitzen. Vorletzten Mittwoch hatte der Student, der bereits einmal im Mai wegen Verdachts auf Diebstahl der Siegel der Freien Universität festgenommen worden war (linkes Bild) und gegen den nun ein Schöffengericht wegen Hausfriedensbruchs und Richterbeleidigung verhandelte, vor der Sitzung Abführpillen geschluckt, während der Verhandlung plötzlich seine Hosen heruntergelassen, seine Notdurft verrichtet, vom Richtertisch einige Akten gegriffen und sich damit gereinigt. Während das Gericht in einen anderen Saal umzog, um dort den Inkulpaten mit einer Ordnungsstrafe von drei Tagen zu belegen, photographierten Justizbeamte den Tatort und entfernten dann das Corpus delicti (rechtes Bild). Bereits zwei Tage später wurde der Kommunarde wegen öffentlicher Beleidigung des Gerichts zu zehn Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt - und zu drei Tagen Haft, weil er den Staatsanwalt während dessen Plädoyer mit einer Sandale bewarf." (Der Spiegel 38/1968, 16.09.1968)

"Der Berliner Kommunarde Karl Heinz Pawla, 24, der am 4. September als Angeklagter vor einem Berliner Schöffengericht seine Notdurft verrichtet und Gerichtsakten beschmutzt hatte, wurde zwei Tage später von einem anderen Schöffengericht zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt, in der Urteilsbegründung des Amtsgerichtsrats Käppen hieß es:
Am 4. September 1968 fand gegen den Angeklagten (...) eine Hauptverhandlung vor dem Schöffengericht Tiergarten unter dem Vorsitz des Amtsgerichtsrats Loch im Kriminalgericht Moabit in Berlin statt. Nach der Vernehmung der in dieser Sache geladenen Zeugen etwa um 10.25 Uhr sagte der Angeklagte, er möchte eine Erklärung abgegeben. Er begab sich daraufhin zu dem vor dem Richtertisch stehenden Zeugentisch, drehte sich mit dem Rücken zum Gericht, zog seine Hose herunter und kotete vor den Zeugentisch in den Gerichtssaal. Sodann drehte sich der Angeklagte um, ging zum Richtertisch, griff zu den auf diesem liegenden Gerichtsakten 272-103/68, riss aus diesen acht Seiten heraus und wischte sich damit das Gesäß ab, wodurch diese Aktenblätter mit Kot beschmutzt wurden. Er wollte dadurch dem Gericht, insbesondere dem Vorsitzenden Amtsgerichtsrat Loch, seine Missachtung kundgeben.
Der Angeklagte gibt die Tat zu und lässt sich wie folgt ein: Er habe die 'Scheiße' konkret machen wollen. Deshalb habe er Abführtabletten eingenommen, deren Wirkung er vorher ausprobiert habe. Er ärgerte sich nur, dass er das komische Barett auf dem Richtertisch nicht erwischt habe. Der Amtsgerichtspräsident als Dienstvorgesetzter hat gegen den Angeklagten wegen Beleidigung des Amtsgerichtsrats Loch Strafantrag gestellt.
Hiernach hat sich der Angeklagte der Beleidigung des Amtsgerichtsrats Loch gemäß § 185 StGB in Tateinheit mit einem Vergehen nach § 133 StGB schuldig gemacht. Durch das Koten vor dem Zeugentisch hat er symbolisch den Anspruch des Gerichts und insbesondere des Gerichtsvorsitzenden Loch auf angemessene, der Würde eines Gerichts entsprechende Behandlung verletzt und dadurch seine Missachtung bekundet (§ 185 StGB). (...) Der Angeklagte hat auch vorsätzlich gehandelt, da er die Tatumstände kannte und wollte. Beide Taten sind wegen ihres engen zeitlichen und räumlichen Zusammenhangs als natürliche Handlungseinheit anzusehen. (...)
Strafschärfend fiel (...) ins Gewicht, dass der Angeklagte durch die Tat eine Missachtung gegenüber den Grundregeln jeglichen menschlichen Zusammenlebens und eine derart niedere Gesinnung gezeigt hat, die einem Menschen an sich nicht zuzutrauen ist.
Strafschärfend war ferner zu werten, dass es sich bei der Tat nicht um eine sogenannte 'Spontanreaktion' gegen die vorhandene Gesellschaftsordnung gehandelt hat.
Vielmehr hat der Angeklagte nach seinem eigenen Zugeständnis in der Hauptverhandlung die Tat durch Einnahme von Abführtabletten mit vorangegangener Probe zielstrebig vorbereitet. (...) Zur Sühne und Abschreckung (konnte) nur eine empfindlichere Freiheitsstrafe den Strafzweck erreichen. Eine Gefängnisstrafe von zehn Monaten erschien schuldangemessen."
(Der Spiegel 43/1968, 21.10.1968)


Wer jetzt auch Lust bekommen hat, "auf etwas zu scheißen", dem sei ans Herz gelegt, zuvor die juristischen Stellen im jeweiligen landesrechtlichen Kontext zu betrachten, ehe man Notdurftstelle gegen "Häfenatmosphäre" tauschen muss ... ;)

Montag, 15. Juni 2020

# 89 - "Sex und Sex" - Ulla Bauer (1971)

Auch wenn euch vielleicht am Montagmorgen noch nicht danach ist, geht doch nichts über einen sexy-zweideutigen Start in die neue Woche ;)




ULLA BAUER
A: Sex und Sex (M: Günter Sonneborn / T: Heinz Korn)
B: Regen tropft an das Fenster (Kramer / Dieter Dirks)

1971, Vogue, DV 11 143

Ulla Bauer - was verspricht uns dieser Name? Die Plattenfirma schreibt folgendes:

"Eine Prise kleines Mädchen und eine Prise Sex.

In Köln tat sie etwas, was damals schon jeder von ihr erwartete, sie machte den Mund weit auf und ließ es tönen, sie war da. 1956 war es. Mit sechs Jahren tat sie es noch einmal, aber mit wesentlich größerem Erfolg. Man konnte sie zwar noch nicht richtig sehen, aber dafür um so besser hören. Sie bekam prompt den ersten Preis bei einer Veranstaltung.
Der bekannte Band-Chef und Trompeter Heinz Schachtner brachte sie dann 1968 in einigen Veranstaltungen unter. Ulla meisterte jede Situation mit Temperament und Stimme. 1969 sang sie in einer führenden Kölner Discothek einige bekannte Titel und erntete nicht nur Applaus des Publikums, sondern auch ein dickes Lob von Chris Howland, der ebenfalls engagiert war. Seine Prognose lautete: Vielleicht noch zwei Jahre harte Arbeit und Ulla könnte es bestimmt schaffen.

Ab da an arbeitete Ulla trotz Schule hart an sich. Sie lieferte jede Woche eine Probe ihres Könnens ab, indem sie an Wochenenden mit einer Band auftrat. Man konnte sehr bald feststellen, das Publikum wollte Ulla hören. Sie war nicht nur eine Bereicherung der Band, nein, sie war der Höhepunkt einer jeden Veranstaltung.
Wenn man bedenkt, dass Ulla ein echtes Artistenkind ist, kann man sich vorstellen, dass sie die Bühne nicht fürchtet. Die Großeltern zogen schon mit einer Theatergruppe durch Deutschland und begeisterten. Und wer hat schon eine Oma, die Trompete bläst. Ganz zu schweigen von der Cousine, einer bekannten Trapezkünstlerin. Wen wundert es da noch, wenn Ulla auch das Bestreben hatte, im Show-Business aktiv zu werden.
Halb Kind, halb Weib und eine Stimme: rund, sexy und 'in'. Eine Stimme, die man bestimmt nicht noch einmal so schnell findet."

Diese Beschreibung einer 16-Jährigen ist schon irgendwie krass, oder? ("Halb Kind, halb Weib und eine Stimme: rund, sexy und in") Was aus der 1956 geborenen Ulla Bauer wurde, konnte ich leider auf die Schnelle nicht eruieren. Eine Nachfolgesingle gab es trotz "vollstem Körpereinsatz" allerdings nicht. Schade eigentlich.

Texter Heinz Korn (1923-1993) zeichnet verantwortlich für u. a. folgende Titel: "Mit 17 hat man noch Träume" (Peggy March, 1965), "A Banda" (France Gall, 1968), "Der Mond vom Fudschijama" (Jacqueline Boyer, 1968) und "An jenem Tag" (Dunja Rajter, 1971).

Sex und Sex, das macht zusammen zwei
Zwei und das ist keine Hexerei
Denn, wenn man Sex und Sex addiert
Und es dann dabei passiert
Dass man sich so sehr verliebt
Dann ist in der Tat
Dieses neue Resultat
Wohl das Schönste, das es gibt

Ja, glaub' mir
Sex und Sex, das macht zusammen zwei
Und weil diese hübsche Rechnerei
In jedem Land so sehr beliebt
Wird sie überall geübt
Und darum ist sie nun mal
So herrlich international

So ist's im Süden, im Osten, im Westen und auch im Norden
Und von Sizilien, da klingt es hinauf bis zu den Fjorden, Fjorden

Refrain






Ein Hoch auf die Liebe. Schwierig ist es manchmal nur, wenn man vielleicht unter einer Dyskalkulie leidet. Dann glaubt man nämlich tatsächlich, dass 6 + 6 = 2. 
Mathematik-Nobelpreisträgerin DDDr. Pippilotta Langstrumpf von der Universität Taka-Tuka-Land kann die Aufregung in diesem Zusammenhang nicht verstehen, reformierte sie doch mit ihrer Dissertation: "2 x 3 = 4 oder die Rolle von 'widdewiddewitt' als Unbekannte in abstrakten Algebra-Rechenschritten bezugnehmend auf die Wurzel der Hypothenuse aus X" die globale Mathematikwelt. "Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!", sagte sie knapp, ehe sie samt Abakus auf ihrem Pferd in einer Cosinus-Kurve von Dannen zog.
Statements von Ulla B. liegen uns leider nicht vor. Ob sie damals gewusst hat, dass dieser süße Song eigentlich eine geheimnisvolle Ode an den Coitus ist? So unschuldig wurde der Beischlafsakt vermutlich noch von keiner anderen 16jährigen geträllert ... 
Möglicherweise hat sie diese gefühlvolle Geschlechtsverkehrsromanze später weltweit weiter erforscht - von Sizilien bis zu den Fjorden - also sozusagen von "Sesso" bis zu "kynlíf".
Aber irgendwie ist es doch ganz putzig. Vor allem, wenn man sich das Coverfoto anschaut. Da würde man so eine Zweideutigkeit wirklich nicht erwarten. Heute würde so ein Song (gleiche Message, weniger anspruchsvoller Text) vermutlich höchstens von X-Sternchen a la Micaela Schäfer oder Gina-Lisa Lohfink auf den Markt geworfen ... ;)

Freitag, 5. Juni 2020

# 77 - "Dieses Jahr" - Gerd-Michaelis-Chor (1974)

Hallo ihr Lieben!
Danke für die lieben Nachrichten und Nachfragen! Alles ist gut. Kein Corona, keine Panik, keine (großen) Sorgen. Allerdings hat die sehr extreme Entschleunigung - in Bezug auf mein berufliches Wirken - als Selbstständiger und Kunstschaffender von 100 auf 0 jetzt nicht wieder auf 3, 17 oder 24 hochgeschalten, sondern in den letzten drei Tagen wieder fast auf 100 ... auf einmal zahlreiche Mails, Terminanfragen von verschiedenen Seiten, die allesamt natürlich auch innerhalb kürzester Zeit beantwortet, überlegt und idealerweise bestätigt werden sollen. Und so spüre ich, dass mich langsam wieder ein längst vergessenes Gefühl von Stress umgibt und ich bin mir nicht sicher, ob ich das will. 
Auf der anderen Seite muss man wieder die Komfortzone verlassen und ... ach ja ... da sind sie auch wieder, die lieben kleinen Existenzängste, die in den letzten Wochen und Monaten immer lauter geworden sind. Kombiniert mit der Vernunft schreien sie nun laut auf und fordern, alles anzunehmen, um Teile der Verluste wieder aufzuholen ... als "Notpolsterl" für eine etwaige zweite Welle ...

Basierend auf diesen Erlebnissen und Gedanken eignet sich folgendes Lied gerade zu exorbitant gut, um die gegenwärtige Situation zu beschreiben.

NACHTRAG für MITTWOCH!



GERD-MICHAELIS-CHOR
A: Dieses Jahr (M: Gerhard Siebholz / T: Wolfgang Brandenstein)
B: Eine Rose für den Tag (M: Rainer Bloß / T: Wolfgang Brandenstein)

1974, Amiga, 4 56 021


Infos zu der Gruppe und ihren Mitgliedern findet ihr in Post #59, da hatte ich die Gruppe bereits mit einem anderen Titel vorgestellt.


Die Zeit ist immer sehr in Eile
Wir kennen keine Langeweile
Aber nein – Aber nein – Aber nein – Aber nein

Wann werden alle die gelingen
Uns immer neue Pläne bringen
Das muss sein – Das muss sein – Das muss sein

Das Land soll weiter blüh’n
Es soll Gedanken sprüh’n
Wir woll’n uns sehr bemüh’n
Das ist klar

Es kommt der Tag heran
Der uns beweisen kann
Es ging ganz schön voran
Das ist wahr

Dieses Jahr, dieses Jahr
Ist ein ganz besond’res Jahr
Dieses Jahr, dieses Jahr
Ist für alle – für uns alle
Ist für alle – für uns alle
Ein besonders eindrucksvolles Jahr

Ein Lied kann auch in diesen Tagen
Nicht alles was wir fühlen sagen
Aber nein – Aber nein – Aber nein

Doch wichtig ist vor allen Dingen
Dass wir es miteinander singen
Das muss sein – Das muss sein

Refain

Dieses Jahr, dieses Jahr
Ist ein ganz besond’res Jahr
Dieses Jahr, dieses Jahr
Ist für alle – für uns alle
Ist für alle – für uns alle
Ein besonders eindrucksvolles Jahr






Ich glaube, dass ist tatsächlich die Message unseres aktuellen Lebens: "Dieses Jahr ist ist ein ganz besond'res Jahr" ... ob es jetzt besonders scheiße, besonders toll, besonders eindrucksvoll, besonders existenzgefährdend oder besonders ... besonders ist, muss jeder für sich entscheiden. Irgendwie geht es ja faszinierender Weise immer weiter ... und das bereits seit abertausenden von Jahren ...

Ich hoffe ihr bleibt mir weiterhin treu, auch wenn ich euch ein bisschen vernachlässigt habe!

Samstag, 23. Mai 2020

# 66 - "Die Fliege" - Konrad Heinz (1975)

Ein Hoch auf die Schnapszahl! Das die 66 nicht ganz so teuflisch wie die 666 ist, beweist auch der heutige - dramatische - Song!



KONRAD HEINZ
A: Die Fliege (M & T: Konrad Heinz)
B: Alles spricht von Liebe [My little Butterfly] (M: Franco Andolfo / dt. T: Wolfgang Fischer)

1975, BASF, 06 15713-4


Über den Sänger Konrad Heinz aus Villach (nicht zu verwechseln mit dem berühmten Schauspieler und Kabarettisten Heinz Conrads, der von 1913 bis 1986 lebte) ist so gut wie nichts bekannt.
Am 29. April 1972 gewinnt er einen Talentwettbewerb der Kärntner Plattenfirma "Help Records" - unterstützt durch die Kärntner Tageszeitung. Sein Siegertitel "Piggy" erscheint auf der dazugehörigen LP, zu Plattenveröffentlichungen mit Eddy Korsche von Help kommt es allerdings nicht.
Erst drei Jahre später kommt diese Platte auf den Markt. Es folgt noch eine weitere ("Wempate Sempate" / "Hey Du mit die Gummischuh") 1976 bei Bellaphon, dieses Mal allerdings als Heinz Konrad.
Über sein weiteres Leben (und musikalisches Schaffen) ist leider nichts bekannt.

Umso schöner ist aber die vorliegende Single, die tatsächlich ziemlich genau den Nerv - in Zusammenhang mit einem unliebsamen Mitbewohner - trifft. Also: Ohren auf!

In meina Wohnung summt a Fliag'n
Ich bete drum, i wüll sie kriag'n
Das Summen zerrt an meinen Nerven
Ich möcht' mich ihr nicht unterwerfen
Drum denke ich mit meinem Hirn
Wie könnt das Luder bold krepier'n

A Fliege - ja
Wenn ich die kriege - haha

Reiß i der ans, zwa, drei, vier Hax'n aus

A Fliege - ja
Wenn ich die kriege - haha
Reiß i der ans, zwa, drei, vier Hax'n aus

Ein stiller Traum ist dos Dawisch'n
Mehr Glück hob' i jo noch beim Fisch'n
Doch es kummt Zeit, doch es kummt Rot
I werd' schon fertig mit der Plog
De summt und brummt, dos is zum Heul'n
I könnt's daschlog'n mit der Keul'n

Refrain

An Funk'n hob' i jetzt im Hirn
Wie dos Übel könnt' krepier'n
I heb' die Hand und schlog' glei zua
Ach Gott sei Donk, jetzt hob' i Ruah
Jetzt hob' i's gschofft, i setz' mi nieder
Auf amol hör' ich's Brummen wieder
Auf amol hör' ich's Brummen wieder
Auf amol hör' ich's Brummen wieder


Refrain



Viel muss ich zu diesem großartigen österreichischen musikalischen Highlight wirklich nicht sagen. Jeder, der zwischendurch von Insekten oder anderen unliebsamen Mitbewohnern (Kinder zählen nicht dazu!) gepeinigt wird, versteht das Konrads Frustrationsgrenze hier eindeutig überschritten wurde.
Sonderpunkte gibt es für die liebenswürdige weibliche Backgroundstimme im Refrain ("ha-haaa"), das furchteinflösend-reale Fliegengesumme und das Artwork des Singlecovers. Hier hat sich definitiv ein ganz großer Künstler ausgetobt. Die lässig übereinandergeschlagenen Beine, in der blauen Schlaghose, gepaart mit dem rustikalen Schaukelstuhl in der urbanen Oberkärntner Kuchl sind ein unschlagbares Zusammenspiel des 70er-Jahre-Zeitgeist-Feelings.
"Sex sells" war auch das Motto dieser Plattenfirma, weshalb das ganze Arrangement noch durch eine sexy Maus im kurzen Kleid aufgeputzt wurde. Die freizügige kesse Biene ("ha-haaa") war aber etwa schüchtern und musste sich noch an der heimeligen Feuerstelle aufheizen ...

Ich mach jetzt auch mal die Fliege! Habt einen schönen Samstag - bis morgen :)

Donnerstag, 21. Mai 2020

# 64 - "Urlaub auf dem Meeresgrund" - Tina (1983)

Taktgefühl ist manchmal im Leben wichtig. Vor allem wenn man mit einer anderen Person verreisen möchte. Da stehen - nicht nur im wohlverdienten Urlaub - Kompromisse an der Tagesordnung. Ein etwas exklusiveres Reiseziel für the day after Corona präsentiere ich euch heute:




TINA
A: Taktgefühl (M: Harry Jeske / T: Claire Din)
B: Urlaub auf dem Meeresgrund (M: Harry Jeske / T: Claire Din)

1983, AMIGA, 4 56 536


Tina Daute wurde in Karl-Mark-Stadt (heute Chemnitz), in der damaligen DDR geboren. Sie besuchte dort die Bezirksmusikschule und lernte Blockflöte, Klarinette, Klavier und Saxophon. Später studierte sie am Robert-Schumann-Konservatorium in Zwickau und der Musikhochschule "Carl Maria von Weber" in Dresden Gesang, Klarinette und Saxophon. Während dieser Zeit war sie auch Sängerin und Saxophonistin in der Rockband "Dialog".
Harry Jeske von den Puhdys komponierte für sie, von denen "Urlaub auf dem Meeresgrund" 1983 ein Hit wurde und mehrfach in der Fernsehsendung "bong" auf die höchste Stufe gewählt wurde. Weitere Titel von ihr waren "Sonnenschein im Blut", "Samba durch alle Straßen" (als Duo "Traumboot") oder "Grande Emotione".
Ende der 80er-Jahre hatte sie eine eigene Fernsehshow. Nach der Wende arbeitete sie als Rundfunkmoderatorin beim MDR und einem Berliner Radiosender. Zuletzt hatte sie 1998 noch ein CD veröffentlicht und war als Künstlerin (Malerin) tätig.

(Alle pubertären LeserInnen dieses Blogs: ja, mir ist auch bereits aufgefallen, dass Tina Daute am Singlecover ein wenig Ähnlichkeit - optisch - mit GNTM-Finalistin Lijana aufweist.)

Heute Morgen bin ich auf dem Wasserbett erwacht
Aus einem tiefen Traum
Eine Reise hab' ich leise durch das Meer gemacht
Hör' die Stimmen kaum


In der Tiefe sah ich Sterne, die lebendig war'n
Tausend Wünsche hatt' ich frei
Vieles habe ich von Käpt'n Nemo erfahr'n
Spannung war dabei

Liebesleben ewig frisch
Schwimmen wie ein Tintenfisch

Neptuns Küsse sehr gesund
Urlaub auf dem Meeresgrund

Sieben Meilen ohne Eilen durch die tiefe See
Mit der Nautilus
Korallen, alte Schiffe und zum Frühstück Algentee
Von Delphinen mancher Gruß
Abenteuer, Ungeheuer, Steine schön und glatt
Muscheln sprangen auf
Und am Abend sah ich die versunkene Stadt
Wieder treibt es mich zum Licht hinauf

Refrain





Der Zusammenschnitt dieses Musikvideos beweist, dass "flippige" Outfits und Synth-Pop auch - gerade noch rechtzeitig ;) - in der DDR angekommen sind!

Ich bin übrigens äußerst fasziniert, dass das "Wasserbett" in der DDR nicht der Zensur zum Opfer gefallen ist - das gab es im "Konsum" sicher nicht zu kaufen ;) Vielleicht haben sie das aber auch für etwas ganz anderes gehalten.

"Liebesleben ewig frisch
Schwimmen wie ein Tintenfisch


Neptuns Küsse sehr gesund
Urlaub auf dem Meeresgrund"



Das ist doch wirklich wahre Poesie. Auch ich würde manchmal gerne meine sieben Tentakel einpacken und fröhlich durchs Meer planschen. Dass die Liebe frisch hält, beweisen nicht nur praktische unzerstörbare Tupperdosen, sondern auch die - gesund machenden - Küsse von Neptun. Ob das Käpt'n Nemo gefällt, der ihr schon "Vieles" verraten hat, lässt sich nicht sagen. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich mich persönlich - als gesundheitsfördernde Maßnahme - aber wohl eher für Arielle entscheiden. Aber Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden ;)

Wer jetzt drauf warten möchte, wann wieder mal ein Delphin eine WhatsApp-Nachricht schreibt, den Fahrplan der Nautilus checken möchte oder wissen will, wo die nächste Muschel aufspringt, ja, der kann sich ja schon mal mit einem herrlichen Algentee an die Bar einen Tisch im Gastro-Bereich des All-Inclusive-Unterwasserhotels mit ausreichend Sicherheitsabstand und maximal drei weiteren Personen setzen und herausfinden, ob man dort - zusätzlich zum MNS - auch eine Taucherbrille tragen muss! ;)

Bleibt alle schön frisch! :)

Donnerstag, 14. Mai 2020

# 58 - "Der Mann, das ist ein Lustobjekt" - Schneewittchen (1978)

Heute greife ich den morgigen Beitrag, weil es thematisch gerade so gut dazu passt, vorweg. Und nein, ich bin kein Feminist - ganz und gar nicht. Allerdings habe ich in meiner beruflichen Tätigkeit als Sexualpädagoge (Gott sei Dank) gelernt, über den Tellerrand zu blicken und mich kritisch mit meiner Umwelt (und beiden Geschlechtern) auseinanderzusetzen. Seht dies als kostenloses Aufmerksam-Machens meinerseits an. Am Wochenende kommt dann wieder heiterer und/oder belangloser Trash.




SCHNEEWITTCHEN
Der Mann, das ist ein Lustobjekt (M: Angi Domdey / T: Holger Güssefeld)

ausgekoppelt aus der LP "Zerschlag' deinen gläsernen Sarg"
1978, Philips

Bereits vor drei Wochen habe ich einen Beitrag über die Gruppe Schneewittchen gemacht - nähere Informationen über die Gruppierung sind dort nachzulesen.

Ich finde es allerdings äußerst spannend, dass gerade dieser Text von einem Mann stammt!

Mein Freund steht auf dem Fußballplatz
Und ich steh' in der Küche
Er nennt mich seinen liebsten Schatz
Doch das, das sind nur Sprüche

Noch nie hat er den Tisch gedeckt
Er könnt sich was verstauchen
Ja, der Mann, das ist ein Lustobjekt
Und sonst nicht zu gebrauchen
Der Mann, das ist ein Lustobjekt
Und sonst nicht zu gebrauchen

Ich werd' ihn heute seinen Fraßen
Alleine kochen lassen
Ich hole mir wo anders Spaß
Adieu, ihr Untertassen

Adieu, mein Kochtopf, heut fließt Sekt
Heut' gibt es Hasch zu rauchen
Ja, der Mann, das ist ein Lustobjekt
Und sonst nicht zu gebrauchen
Der Mann, das ist ein Lustobjekt
Und sonst nicht zu gebrauchen

Der Mann, das ist ein Lustobjekt
Oh, das hab ich begriffen
Und wenn die Männer, das erschreckt
Wird ihnen was gepfiffen

Ab heut', da müssen alle ran
Bis sie den Geist aushauchen
Der Mann, das ist ein Lustobjekt
Und sonst nicht zu gebrauchen
Der Mann, das ist ein Lustobjekt
Und sonst nicht zu gebrauchen

Und wenn der Neue streicheln kann
Und schöner als der Alte
Dann bleib' ich bei dem neuen Man
Bevor ich ganz erkalte

Dann werd' ich von ihm heiß gestreichelt
Bis die Matratzen hauchen
Oh, der Mann, das ist ein Lustobjekt
Und sonst nicht zu gebrauchen
Der Mann, das ist ein Lustobjekt
Und sonst nicht zu gebrauchen

Wenn einer nicht mehr funktioniert
Und anfängt zu querelen
Ja, das er an meiner Lust krepiert
Ja, dann, ja meiner Sinnen


Geb' ich ihm ein paar Euroschecks
Dann kann er sich was kaufen
Ja, der Mann ist halt nur für den Sex
Und sonst nicht zu gebrauchen
Der Mann ist halt nur für den Sex

Und sonst nicht zu gebrauchen


Ja dürfen Frauen so etwas sagen!? Natürlich dürfen sie ... und jeder von euch ertappt sich wohl dabei, dass es da die eine oder andere Phrase gibt, die man sich umgekehrt vielleicht auch schon einmal gedacht hat.
Ich lasse diesen Blickwinkel jetzt einfach so auf euch wirken.

Lasst euch nicht unterkriegen und wir sehen (und hören) uns am Wochenende wieder mit etwas "leichterer Kost" ;)